Anstieg der Norovirus-Infektionen 2016/2017 und neuer Norovirus-Typ

Noroviren unter dem Elektronenmikroskop. Quelle: Hans R. Gelderblom / RKI

Im Jahr 2016 begann die Norovirus-Saison in Deutschland mit einer unerwartet hohen Anzahl an Norovirus-Erkrankungen.

Bereits für den Monat November wurden 14.935 labordiagnostisch bestätigte Norovirus-Erkrankungen an das Robert Koch-Institut übermittelt.

Im selben Zeitraum der letzten fünf Jahre lag der Median bei 7.810 bestätigten Erkrankungen.

Noroviren sind weltweit verbreitet und verursachen 18% der akuten Gastroenteritiden.

Untersuchungen des Robert Koch-Instituts konnten belegen, dass die unerwartet hohe Anzahl an Norovirus-Erkrankungen im Zusammenhang mit dem Auftreten eines neuen rekombinanten Norovirus-Typs steht.

Die Krätzmilben (Scabies) ist eine Milben Art, die sich immer mehr ausbreitet und zudem Hoch ansteckend ist. 

Der Übertragungsweg der Krätzmilbe

In der Regel wird die Skabies durch direkten Haut-zu-Haut-Kontakt übertragen. Die Über­tragung eines einzigen begatteten Weibchens oder mehrerer, geschlechtlich unterschiedlich deter­minierten Larven reichen für eine Infestation aus.

Da sich Krätzmilben nur langsam bewegen und sich an Geruch und Temperatur­gradienten orientieren, setzt eine Über­tragung einen groß­flächigen, längeren und konti­nuier­lichen Haut-zu-Haut-Kontakt in der Größen­ordnung von 5 bis 10 Minuten voraus. Dement­sprechend sind Hand­schütteln, Begrüßungs­küsse, Um­armungen, eine kursorische Unters­uchung der Haut etc. von Patienten mit gewöhnlicher Skabies ohne Risiko (im Gegensatz zur (Scabies crustosa).

 

Personen, die sich bei einem Patienten mit gewöhnlicher Skabies anstecken können, sind demnach im Regel­fall Mit­glieder einer Familie oder Wohn­ge­meinschaft, z.B. Paare, eng vertraute Geschwister, Eltern mit Kleinkindern sowie pflege­bedürf­tige Personen, deren Betreuer und Pfleger.

 

Das Besiedlungs­risiko (Infestations­risiko) steigt mit der Anzahl der Milben auf der Hautfläche des Patienten und ist sehr hoch bei der Scabies crustosa mit Tausenden bis Millionen von Milben auf befallenen Haut-Arealen. Hier können bereits abgelöste Schuppen Milben tragen und zur Ansteckung führen.

Theoretisch ist eine Über­tragung von Krätze­milben über Textilien wie Bett­wäsche, Woll­decken, Unter­wäsche oder Ver­bands­stoffe möglich, aber wegen der rasch ab­neh­men­den Infek­tiö­sität außerhalb der Haut, der geringen Milben­zahl auf immun­kompe­tenten Men­schen und der lang­samen Fort­bewegung der Milben bei der ge­wöhn­li­chen Skabies in praxi selten. In einer Studie trat eine Infes­tation nur bei zwei von 63 oder vier von 272 Pro­ban­den auf, welche bezogene Betten bzw. Kleider von stark infes­tierten Personen benutzt hatten (Burgess I 1994).

Inkubationszeit: 

Bei einer Erst­infes­tation erscheinen die ersten Symp­tome nach 2 bis 5 Wochen. Bei einer Re­in­fes­tation treten die Ekzema­tösen Haut­ver­än­de­rungen auf­grund der bereits bestehenden Sensi­bi­li­sie­rung bereits nach 1 bis 4 Tagen auf.

 

Bilder von Hotel Matratzen

Krätzmilben benötigen andere Organismen, um sich fortzupflanzen und zu ernähren.

Der Begriff „Krätze“ kommt von „sich kratzen“ und sagt aus, dass Betroffene einem unerträglichen, ständigen Juckreiz ausgesetzt sind und dadurch das Gefühl haben, sich immer wieder kratzen zu müssen.

 

Übertragen wird die Krätze durch Kontaktinfektionen, entweder von Mensch zu Mensch, aber auch durch Wäsche, welche mit Milben infiziert ist.

Es kann im weiteren Verlauf zu Sekundärinfektionen, chronischen Ekzemen oder einer regionalen Lymphknotenentzündung kommen.

Mit Komplikationen ist bei der borkenhaften Veränderung der Haut (Scabies norvegica), vor allem bei Patienten mit Immunschwäche, zu rechnen.

 

In der Regel treten die klassischen Symptome der Erkrankung erst nach zwei bis fünf Wochen nach der Ansteckung auf.

Bei erneuten Übertragungen können bereits nach einigen Tagen typische Krankheitszeichen zu erkennen sein. Ohne entsprechende Therapie lässt sich Scabies nicht vollständig heilen, obgleich es auch immer wieder Fälle gibt, bei denen eine spontane Heilung eintritt.

 

Das regelmäßige einsprühen der Matratzen beim Wäschewechsel mit dem zertifizierten THMS Textilhygiene Spray schützt sicher vor Milben. Diese sterben ab und produzieren auch keine Allergene mehr.